Tage (eine Woche) wie ein Schneemann…..

Wo fange ich nur an?

Erst mal der Reihe nach. Die Woche hat ja eigentlich gar nicht mal so schlecht angefangen. So bis Montag zur Mittagszeit. Ist schon blöde, wenn ein Cachekumpel und Arbeitskollege mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren wird. Noch viel schöner ist aber dann die Frage eines Chefs, ob derjenige denn morgen auch wieder zum Arbeiten kommt. Hmm, ja klar. War ja nur der Verdacht auf einen Herzinfarkt (der sich zum Glück nicht bewahrheitet hat), da kommt man am nächsten Tag wieder, um sich auch so richtig aufzuregen. Aaaah. Da war ich dann schon kurz vor einem Herzkasper.

Wer weiß, warum, aber ich habe es dann auch die ganze Woche nicht geschafft, auch nur eine einzige Dose zu finden. Bis zum Freitag. Bei wunderschönem Sonnenschein und fast 10° Celsius habe ich die ersten Motorradfahrer ausgebildet. Auf dem Rückweg mein GPS an den Tankrucksack getüddelt und die Pause zwischen 2 Fahrstunden genutzt, um „eben schnell“ eine Dose zu machen. Leider war hier aber nicht nur die Vegetation zurückgegangen, was den Weg zur Dose zwar erheblich erleichterte, sondern waren auch Teile des Baums dem Fichtenmopped zum Opfer gefallen. Also hier wohl keine Dose mehr. Auf geht’s zur nächsten Fahrstunde und Tanken müssen wir ja auch noch.

Irgendwie ist mir das Kunststück gelungen, das Garmin Oregon 400t nicht so zu befestigen wie sonst. Ich hätte schwören können (spätestens jetzt wisst ihr ja schon, dass da irgendwas in die Hose ging), dass ich das Ding wieder mit der Handgelenksschlaufe gesichert habe. Leider war dem nicht der Fall. Als sich das treue GPS aufgrund einer ungünstigen Kombination aus brutalster Beschleunigung (haha 34 PS), Fahrtwind, Vibration eines Zweizylinders aus dem Hause BMW und einer zu geringen Verspannung der über den Tankrucksack führenden Gummibändern löste und versuchte, an Ort und Stelle zu verweilen, ahnte ich noch nichts Schlimmes. Mein Gesichtsausdruck versteinerte erst, als ich dann zwischen meinem linken Oberschenkel und dem Tankrucksack keinen elektronischen Empfänger mehr ertasten konnte. Schnell bremste ich ab, kehrte um und gab der Maschine die Sporen. Da hinten auf dem Asphalt, so rund 300 Meter entfernt, ein schwarzer Punkt, das musste es sein. Ich fuhr, was die Maschine hergab. Das war allerdings nicht viel. Wie schon erwähnt, 34 Pferdchen waren es nur. Ich schaffte es auch rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein, das Garmin sah recht unbeschädigt aus. Das Display leuchtete und der Batteriedeckel war auch noch drauf. Ich winkte, um den Gegenverkehr in Form eines Kieslasters auf mein armes,   hilfloses Gerät aufmerksam zu machen. Vielleicht hätte ich genau das bleiben lassen sollen. Der LKW-Fahrer schaute zu mir herüber und achtete nicht mehr so ganz genau auf die Straße vor sich. Zu dem Motorengeräusch des LKW gesellte sich das Geräusch splitternden Plastiks. Eigentlich übertönte dieses Geräusch jedes andere und war das einzige, was ich in dem Moment hörte. Nachdem das dritte Auto nach dem LKW auch noch der Meinung war, über mein GPS zu fahren, stieg ich ab und näherte mich der leblosen Plastikhülle. Ich nahm diese sowie die Accus an mich, die trotz Motorradhandschuhen glühend heiß waren. Ich suchte noch eine ganze Weile nach dem Batteriedeckel und der MicroSD-Karte, wurde aber nicht fündig. Ich haderte eher mit dem Schicksal, weil während meiner rund 5minütigen Suche nicht ein einziges Fahrzeug vorbei fuhr. Klar, lag ja auch nichts mehr zum Drüberfahren auf der Straße.

Als sollte das für diese Woche nicht genug sein, kam der Rest am Sonntag. Ich war gerade dabei, mein eigenes Motorrad aus dem Winterschlaf zu erwecken, als sich die Maschine von ihrem provisorischen, aber bisher immer sehr standfesten Wartungsständer löste und gegen die Garagenwand knallte. Dies kostete mich immerhin einen Spiegel. Damit jedoch nicht genug. Genervt von allen Dingen, die seit Freitag passiert sind, fuhr ich das Auto wieder in Richtung Garage und überfuhr dabei die geliebte Rose meiner Frau. In der Hoffnung, dass nun nichts Schlimmeres mehr kommt, sehnte ich mich nach meinem Sofa. Da konnte mich die Nachricht von Lous Cifer auf Twitter auch nicht mehr schocken, dass das Event auf der Treue nun leider ausfällt. Ich werde trotzdem mit den Kids über dieses lange Wochenende nach Delmenhorst fahren und der guten Seele daheim ein paar Mann- und Kindfreie Tage gönnen.

Jetzt sitze ich hier vor meinem PC, ein alkoholisches Getränk im Glas vor mir stehend, und hoffe nur, dass sich das nicht noch über meine Tastatur ergießt. Als krönender Abschluss fehlt eigentlich nur noch eine ganze Reihe von Publish-Mails in der Homezone, die ich aufgrund des eben erwähnten Getränkes nicht mehr als FTF machen kann.

Ich hoffe auf eine bessere nächste Woche und denke immer positiv. Wer mich kennt der weiß: „Muss ja, hilft ja nix.“

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Veröffentlicht in GAC 2012, Geocaching. 2 Comments »

2 Antworten to “Tage (eine Woche) wie ein Schneemann…..”

  1. Louis Cifer Says:

    Geteiltes Leid soll ja halbes Leid sein…
    Meine Woche war auch nicht viel besser ;-(
    In diesem Sinne packen wir den Teufel bei den Hörnern und hoffen auf eine bessere nächste Woche !
    Gruß, Micha

  2. Dosenfischen: Geocaching-Podcast 183 | Geocaching Podcast DOSENFISCHER Says:

    […] wenn denn die Cacher ihre eigenen Regeln einhalten würden.* Tage wie ein Schneemann – speedotommy hatte aber auch eine miserable Woche. So muss die Woche vom sandmann in etwa auch gewesen sein, als er den gleichnamigen Song […]


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